Dauerausstellung mit vielen Stationen und Themen

Das Erlebnismuseum zeigt jetzt viele neue Themen, Stationen und Objekte. Die Neugestaltung bewahrt dabei den Charakter der 500 Jahre alten Klosterräume. So können Besucherinnen und Besucher im Erdgeschoss aus der Tiefe des originalen Klosterbrunnens Spannendes zur Geschichte des Klosters erfahren.

Im Obergeschoss lassen sich ein mittelalterliches Skriptorium und eine Schatzkammer für wertvolle Originale und Künstlerbibeln entdecken. Szenografien zeigen darüber hinaus die Welt der Bibel und ihre Überlieferung von den Anfängen über die Gutenbergpresse bis zur digitalen Gegenwart. Außer einem Nomadenzelt ist auch das Modell eines Hauses zur Zeit Jesu zu sehen.

Im Innenhof lädt der Bibel- und Kräutergarten mit seinen Heilpflanzen, Kräutern, Blumen, Früchten und einem Feigenbaum zum Verweilen ein.

Angebote für Kinder und Jugendliche

Auf die Kinder wartet eine Entdeckertour: Der lustige Vogel Wido Wiedehopf begleitet Kinder durch die Bibelgalerie. Dabei gibt es vieles zu entdecken und eigenen Platz zum Spielen, Lesen, Hören, Gestalten... Ältere Kinder und Jugendliche können die Bibelgalerie mit Quizbögen erkunden. Für Schulklassen besteht die Möglichkeit, sich im Anschluss an eine Führung mit Hilfe von „Vertiefungsbögen“ intensiver mit einzelnen Themen zu beschäftigen.

Mehr Dialog und mehr Erlebnis

Die vielen neuen interaktiven Stationen in der Bibelgalerie laden zum Wundern, Staunen, Rätseln und Ausprobieren ein. Oft heißt es in der Ausstellung „Berühren erbeten". Zwischen Besucherinnen, Besuchern und der Welt der Bibel entsteht ein Dialog. Eigene Erfahrungen werden eingebracht und neue Erfahrungen gewonnen. Die Impressionen geben einen ersten Eindruck vom Erlebnischarakter der Ausstellung.

Bibelgalerie zeigt Original-Lutherbibel von 1545

Die letzte von Martin Luther selbst bearbeitete, korrigierte und autorisierte Bibelausgabe ist im Original vom 7. Juli bis 28. November in der Bibelgalerie Meersburg zu sehen. Die „Biblia Germanica“ stammt aus dem Jahr 1545 und zeigt außer dem Luthertext Holzschnitte von Lucas Cranach. Es handelt sich um eine Leihgabe des Pfälzischen Bibelmuseums Neustadt.

„Es gibt vermutlich noch 34 Exemplare dieser Bibelausgabe, man kann also von einer Rarität sprechen, die wir hier in der Schatzkammer der Bibelgalerie zeigen“ erklärt die Leiterin der Bibelgalerie Thea Groß. Der Einfluss der Lutherübersetzung auf Religion, Sprache und Kultur in Deutschland bis heute sei zudem ohne jeden Vergleich.

Schon vor Luther gab es deutsche Bibelausgaben. Doch diese waren umständliche Wort-für-Wort-Übersetzungen aus dem Lateinischen und nicht aus den Originalsprachen Hebräisch, Aramäisch und Griechisch übertragen. Luther übersetzte dem Sinne nach und forderte im „Sendbrief vom Dolmetschen“ den Menschen bei der Übersetzung „aufs Maul zu schauen, wie sie reden“. Damit sicherte er die Verständlichkeit der biblischen Botschaft für das ganze Volk.

Das erste Neue Testament des Reformators erschien 1522, die vollständige Bibel erstmals 1534. Luther selbst verbesserte mit seinen Mitarbeitern, insbesondere mit Philipp Melanchthon, die Übersetzung immer wieder und gab fast jedes Jahr eine Weiterentwicklung von Teilen seiner Bibel heraus, bis durch seinen Tod im Februar 1546 sein Übersetzungswerk ein Ende fand. Seine letzte von ihm autorisierte Bibelausgabe war somit die 1545 erschienene „Luthers letzte Hand“.

Schnell setzte sich seine Bibel im gesamten deutschsprachigen Raum durch und wurde von den Kanzeln verlesen. Luthers Sprachbilder gingen in den allgemeinen Wortschatz der Menschen ein. So begründete er letztlich die deutsche Hochsprache, da in den deutschen Sprachregionen das „Luther-Deutsch“ zur Predigtsprache wurde.

Besucher-Informationen

Öffnungszeiten 2010
vom 2. März bis 28. November


täglich außer Montag
11 bis 13 und 14 bis 17 Uhr

Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Gruppen bitte voranmelden!
Rufen Sie an: +49(0)7532-5300
oder senden Sie uns Ihre Anmeldung
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