Körner mahlen im Nomadenzelt

Erntedankfest: das Nomadenzelt und das Land der Bibel

Der besondere Raum in der Bibelgalerie lebt von Gegensätzen. Da ist das Nomadenzelt mit seinen dunklen, aus Ziegenhaar gewobenen Zeltwänden, ausgelegt mit Schaffellen, ausgeschmückt mit bunten Kleidern und filigranem Schmuck; am Rand Vorratskrüge für Korn, Wasserkrüge und eine Steinmühle, auf der man mühsam aus Weizenkörnern Mehl mahlen kann. Eine Stunde dauert es, bis ein Kilogramm Mehl gemahlen ist…

Und daneben: hell beleuchtet, anziehend informativ der Einblick in das Land der Bibel mit seinen Gegensätzen. Wie war es dort? Wie ist es heute dort? Das Klima? Die Tier- und Pflanzenwelt? Das Alltagsleben? Wie haben die Menschen der Bibel gelebt? Was haben sie gegessen und getrunken? Was hat sie bewegt? Diese und viele weitere Fragen werden spielerisch informativ beantwortet. Deutlich wird: Die Menschen der Bibel waren sich gewiss: Gott ist bei ihnen in ihrem Alltag.

Rund ums Nomadenzelt der Bibelgalerie gibt es Informationen zum Land der Bibel.

Speise, Gewürz, Heilung und Duft

Etwa 110 verschiedene Pflanzen werden in der Bibel erwähnt. Pflanzen, die im Alltagsleben und in der Religion der Menschen eine Rolle spielen. Sie dienen als Speisen und Gewürze, haben Heilwirkung, werden wegen ihres Duftes erwähnt und haben zumeist auch eine symbolische Bedeutung. Sie verweisen auf Fruchtbarkeit, Reichtum, Liebe oder andere Dimensionen des Lebens.

Zu allen Zeiten gehörte es zu den religiösen Grundbedürfnissen, Gott für die Ernte zu danken.

Schon im alten Israel hat man am Ende des Jahres Gott für die Ernte gedankt und ein Fest gefeiert, das Laubhüttenfest „Sukkot". In Erinnerung an die Laubhütten, die „Sukkot", die im 3. Buch Mose erwähnt werden (3.Mose 23,42f.), werden bis heute im Garten oder auf dem Balkon Hütten aus Holz, Zweigen oder Palmwedel gebaut.

Das Fest erinnert auch an die Zeit der Israeliten in der Wüste. 40 Jahre musste Mose mit dem Volk durch die Wüste wandern, bis Israel ins Gelobte Land kam.

Der HERR unser Gott brachte uns an diese Stätte und gab uns dieses Land, ein Land, in dem Milch und Honig fließen. (5. Mose 26,9)

Feige

Die sieben Früchte Israels

Mose führt das Volk Israel in ein Land, in dem es an nichts mangelt. Sieben Früchte werden aufgezählt, die auch in anderen Bibeltexten eine wichtige Rolle spielen: Feige, Dattel(-honig), Olive, Wein, Granatapfel, Weizen und Gerste. Eine der bekanntesten Pflanzen der Bibel ist die Feige. Jesus hat sie vor Augen, wenn er in der Bergpredigt sagt: „an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen". Der Weinstock ist im Alten Orient ein Symbol für Wohlergehen und Reichtum. Mit Brot und Wein heißt man Gäste willkommen. Der Granatapfel steht mit seiner Schönheit für die Verzierungen beim Tempelbau Modell. Der Honig aus den Früchten der Datteln hergestellt, ist ein wichtiges Süßungsmittel. Wein und Öl hat der barmherzige Samariter in seiner Reiseapotheke. Damit leistet er dem von Räubern zusammengeschlagenen Menschen Erste Hilfe.

Früchte sind in biblischer Zeit mehr als nur Nahrungsmittel Sie heilen Kranke, aus ihnen werden Kosmetika hergestellt, sie zeigen Wohlstand und Lebensfreude.

Mehr zu den sieben Früchten Israels

 

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