Die sieben Früchte Israels

Getreide (Weizen und Gerste)

In biblischer Zeit sind Gerste und Weizen neben Wein und Olivenöl die wichtigsten Nahrungsmittel. Fladenbrot gehört einfach zu jeder Mahlzeit dazu. Von der Saat bis zur Ernte: Getreideanbau ist harte Arbeit. Die Abhängigkeit von der Natur – besonders vom Regen – ist groß. Und die Verarbeitung des Getreides ist noch echte Handarbeit: Das Dreschen der Getreidehalme, das Reinigen der Körner, das Worfeln und Sieben und später das Mahlen mit der Handmühle.

Wein / Bild: Klaus Steves, pixelio.de
Bild: Klaus Steves / pixelio.de

Wein

Schon in biblischer Zeit wird in Israel Wein angebaut. Die Rebstöcke liegen an sonnigen Hängen und brauchen viel Pflege. Nach der Ernte werden die Trauben zu Saft gepresst, der langsam in Tonkrügen zu Wein vergärt.
Wein ist ein beliebtes und kostbares Getränk. Mit Myrrhe vermischt dient er als Betäubungsmittel.
Außerdem gilt Wein als Freudenbringer und Gottesgabe.
Die Trauben des Weins werden aber auch getrocknet, als Rosinen landen sie dann im Rosinenkuchen.

Feige / Bild: bibelgalerie.de

Feigen

gehören zu den verbreitetsten Baumfrüchten in Israel. Die Bäume wachsen sehr langsam. Jedes Jahr tragen sie zehn Monate lang Früchte. Diese werden frisch oder getrocknet gegessen oder zu Kuchen verarbeitet. Feigen sind eine sehr nahrhafte Speise im Winter und ein beliebter Reiseproviant.
Feigenblätter benutzte man manchmal, um Geschwüre zu heilen.

Oliven

gehören zu den wichtigsten Baum-Früchten Israels. Sie werden eingelegt gegessen, oder man presst ihr Öl aus: zum Kochen, als Lampenöl oder als auch als „Body-Lotion". Priester und Könige werden bei ihrem Amtsantritt mit heiligem Öl gesalbt.
Von Juli bis Dezember werden die Früchte geerntet. Ihr Reifezustand - und damit auch der Ölgehalt – nimmt von der grünen bis zur schwarzen Frucht immer mehr zu. Ein Olivenbaum liefert ca. 10 bis 20 kg Oliven pro Jahr. Das ergibt 1,3 bis 2,6 l Öl.

 

Der Granatapfel

ist eine besonders schöne und beliebte Frucht. Er wächst an Sträuchern, die bis zu zwei Meter hoch wachsen. Im Frühjahr leuchten die roten Blüten wunderschön.
Ende des Sommers sind die Granatäpfel reif: Die Früchte sind dann etwa so groß wie unsere Äpfel. Unter der harten, derben Schale liegt das rote Fruchtfleisch. Es schmeckt leicht säuerlich und ist sehr erfrischend.
Der Granatapfel ist so gesund, dass die Kerne als Medizin verwendet werden.

Granatapfel / Bild: Miroslaw, pixelio.de
Bild: Miroslaw / pixelio.de

Datteln

wachsen auf bis zu 20 m hohen Palmen. Die süßen Früchte werden frisch oder getrocknet gegessen, zu Kuchen oder zu einem süßen Sirup verarbeitet, dem Dattelhonig.
Aus den Blüten macht man einen erfrischenden Saft. Die Blätter werden zu Matten und Körben geflochten. Der Stamm der Dattelpalme dient als Baumaterial und Brennholz.
Aus den Fasern werden Säcke und Seile hergestellt. Dattelkerne werden in verkleinerter Form als Viehfutter, geröstet als „Kaffeeersatz" verwendet. Palmen benötigen viel Wasser.
Palmen in der Wüste sind also immer ein Signal: Hier gibt’s Wasser!

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