"Kennen wir Jesus?"
Grün ist er, dieser Raum. Voller Licht und Leben. Geheimnisvoll und dennoch hell: der Jesus-Raum in der Bibelgalerie Meersburg. Viele Geschichten gibt es zu hören. Aber was hat er mit Pfingsten zu tun, dem Fest des Heiligen Geistes?
50 Tage nach Ostern, zehn Tage nach Christi Himmelfahrt feiern Christen Pfingsten und erinnern sich daran: Gott sendet seinen Geist. Die Jünger beginnen, von Jesus zu erzählen. Menschen lassen sich daraufhin taufen und es entstehen die ersten Christengemeinden.
„Kennen wir Jesus?“, so fragte einmal ein berühmter Theologieprofessor, der ein Leben lang das Neue Testament erforscht hatte. Ihm war klar geworden: Jesus lässt sich nicht in gelehrten Büchern fassen und auch nicht in kirchlichen Formeln. Aber er kann lebendig werden in den Erfahrungen derer, die ihm begegneten. Davon erzählt das Neue Testament.
In diesem (grünen) Raum...
haben wir einige der Menschen, die Jesus trafen, versammelt. Einige kennen wir mit Namen, andere lassen sich aus den biblischen Geschichten erschließen. Da ist das Kind aus der Kindersegnung, da ist Zachäus der Zöllner, da sind die gekrümmte Frau und die Ehebrecherin: Diese Menschen laden ein, Jesus aus ihrem Blickwinkel kennen zu lernen. Sie erzählen…
Erfahrungen mit Jesus …
Jesus begegnet Menschen mit Anerkennung und Liebe: Er ist ein Freund.
Jesus macht Menschen an Körper und Seele gesund: Er ist der Heiland.
Jesus lässt Menschen nicht im Stich: Er ist der Befreier.
Jesus bringt Heil und Frieden von Gott: Er ist der Sohn Gottes.
Jesus befreit Menschen von Zwängen: Er ist der Messias.
Jesus ist hat Macht über zerstörende Kräfte: Er ist der Herr.
Jesus kennen lernen kann heißen: LEBEN erfahren.
Jonathan trifft Jesus
Eine Geschichte, die so nicht in der Bibel steht, die aber viele Erfahrungen mit Jesus zusammenfasst:
Ich bin Jonathan.
Ich habe nicht so Wichtiges und Großes erlebt, wie Zachäus und die anderen. Von mir spricht man darum auch nicht so viel wie von den anderen. Aber ich war immer dabei, immer mit Jesus unterwegs. Ich habe gespürt: Da ist etwas, was mein Leben gut macht, was mir Hoffnung gibt.
Ich habe ziemlich viel mitbekommen davon, wie die Leute über Jesus reden. Und nicht nur die, die von ihm begeistert sind. Einige sagen: Was geht mich dieser Wanderprediger aus Galiläa an? – Viele von den Frommen regen sich auf: Er hält sich nicht an die heiligen Ordnungen und bringt alles durcheinander. – Und ich habe auch gehört, wie gesagt wurde: Der ist gefährlich, der muss weg.
Ich kenne mich ja nicht so gut aus, aber ich weiß: Jesus ist mein Freund und Bruder, bei ihm will ich immer bleiben.
Das ist Pfingsten: Wenn Menschen von Jesus erzählen und damit andere Menschen begeistern. Bis heute!
